Neue Technologien verkürzen die durchschnittliche Lagerdauer

neue technologische Entwicklungen verkürzen die durchschnittliche Lagerdauer

Eine aktuelle Studie des Bundesverbands der Logistikindustrie (BD_LI) zeigt deutliche Fortschritte in der Logistikbranche auf: Die durchschnittliche Lagerdauer deutscher Unternehmen ist im ersten Quartal 2026 auf ein Rekordtief von nur 52 Tagen gefallen. Dies bedeutet einen Rückgang von 18 % im Vergleich zum Vorjahr. Möglich wurde dies durch den vermehrten Einsatz von KI-gestützten Vorhersagesystemen und Automatisierungstechnologien, die die Lagerkosten um bis zu 25 % senken können.

Wichtige Einflussfaktoren: Verwendung von KI in der Logistik

Dr. Lena Müller vom BD_LI erklärt, dass die Kennzahl „durchschnittliche Lagerdauer“ entscheidend ist, um die Zeitspanne zu messen, wie lange Waren im Lager verweilen, bevor sie verkauft oder verbraucht werden. Eine hohe Lagerdauer bindet Kapital und erhöht das Risiko von Liquiditätsengpässen. Die Berechnung erfolgt mit der Formel: Durchschnittliche Lagerdauer = 360 Tage / Lagerumschlagshäufigkeit. Für ein besseres Verständnis: Bei einem durchschnittlichen Lagerbestand von 10.000 und einem Jahresverbrauch von 50.000 ergibt sich eine Umschlagshäufigkeit von fünf, was einer Lagerdauer von 72 Tagen entspricht.

Trends und Beispiele aus der Praxis

Größere Unternehmen wie Amazon und DHL setzen zunehmend auf fortschrittliche Technologien wie Drohnen und Lagerroboter, wodurch sich die Lagerdauer im besten Fall halbieren kann. Eine Umfrage unter 500 Firmen ergab, dass 68 % der Unternehmen bereits ihre Lagerverwaltung durch ERP-Software wie weclapp optimieren. In der E-Fulfillment-Branche beträgt die durchschnittliche Lagerdauer inzwischen nur noch 35 Tage, so Müller.

Gleichzeitig kann jedoch Saisonware eine Lagerdauer von über 100 Tagen erreichen, weshalb Methoden wie Just-in-Time angewendet werden, um Engpässe zu vermeiden.

praxisnah: so berechnest du die Lagerdauer deines Unternehmens

Um die durchschnittliche Lagerdauer selbst zu berechnen, nimm den durchschnittlichen Lagerbestand (Anfangsbestand plus Endbestand geteilt durch zwei) und multipliziere ihn mit 360. Teile das Ergebnis durch den Jahresverbrauch. Ein Beispiel aus der Studie: Bei einem Unternehmen mit einem Bestand von 5.000 Euro und einem Verbrauch von 20.000 Euro ergibt sich eine Lagerdauer von 90 Tagen.

Firmen können ihr Optimierungspotenzial durch den Einsatz von ABC-Analysen und KI-basierte Forecasting-Tools ausschöpfen.

die Ära der ultra-kurzen Lager beginnt

Das Jahr 2026 markiert den Beginn der sogenannten „Ultra-Short-Lager“, in denen Unternehmen mit einer Lagerdauer von unter 50 Tagen deutliche Wettbewerbsvorteile und Marktanteile gewinnen. Die neue BD_LI-App bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Lagerkennzahlen kostenlos zu berechnen. Die Botschaft ist klar: Wer agil bleibt und moderne Techniken anwendet, wird von der Logistikrevolution profitieren und Engpässe vermeiden.