Zulassungsende für Cerone 660: Strategische Planung für Landwirte erforderlich

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Cerone 660: bewährter Wachstumsregler vor Zulassungsende

Das Pflanzenschutzmittel Cerone 660 steht vor einer bedeutenden Veränderung. Die Zulassung des etablierten Wachstumsreglers endet am 15. November 2025. Landwirte sollten sich daher frühzeitig mit der Situation auseinandersetzen.

Cerone 660 ist ein bewährtes Mittel zur Halmfestigung in Getreide. Der Wirkstoff Ethephon (660 g/l) verkürzt die Halme und verstärkt die Halmwand, wodurch die Standfestigkeit erheblich erhöht wird. Dies reduziert das Risiko von Lagerschäden – ein wirtschaftlich erheblicher Faktor für Getreideproduzenten.

Flexibilität in der Anwendung

Die Anwendung ist flexibel gestaltbar. Je nach Getreidesorte variieren die empfohlenen Aufwandmengen zwischen 0,3 und 1,1 l/ha im Anwendungsfenster BBCH 32–49. Besonders bei Winterroggen (0,6–1,1 l/ha) entfaltet das Mittel seine Stärke. Eine Anwendung pro Jahr ist zulässig.

Ein großer Vorteil liegt in der Kombinierbarkeit mit anderen Mitteln. Cerone 660 lässt sich problemlos mit gängigen Fungiziden wie Fandango, Ascra Xpro oder Aviator Xpro tanken. Bei solchen Mischungen kann die Cerone-Aufwandmenge sogar um bis zu 20% reduziert werden. Allerdings ist eine Kombination mit Herbiziden ausgeschlossen.

Optimale Bedingungen für die Anwendung

Die Wirkeffektivität hängt stark von der Temperatur ab – ab 15°C werden optimale Ergebnisse erzielt. Anwender sollten Anwendungen vor Trockenperioden vermeiden.

Durch die Zulassungsverlängerung bis Mai 2027 für bestehende Bestände haben Landwirte noch Zeit, ihre Lagerbestände zu verbrauchen. Allerdings sollten neue Bestellungen bis Mitte November 2025 erfolgen.

Strategien für die Zukunft

Für die kommenden Saisons wird empfohlen, sich nach Alternativen umzuschauen oder bestehende Vorräte strategisch einzuplanen. Die Verfügbarkeit von Cerone 660 wird nach dem Zulassungsende im November knapper. Landwirte, die auf zuverlässige Halmfestigung setzen, sollten diese Entwicklung beim Pflanzenschutzmanagement berücksichtigen.

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