Brose Fahrzeugteile verkauft E-Bike-Sparte an Yamaha

Brose Fahrzeugteile verkauft E-Bike-Sparte an Yamaha – Fokus auf Automobilzulieferung

Der Coburger Autozulieferer Brose Fahrzeugteile hat seine E-Bike-Antriebssparte an den japanischen Konzern Yamaha Motor abgetreten. Die Muttergesellschaft Motor eBikes Systems GmbH mit 110 Mitarbeitern wurde Ende März 2025 verkauft, wie das Familienunternehmen mitteilte.

Mit diesem Schritt konzentriert sich Brose wieder vollständig auf seine Kernkompetenz: mechatronische Komponenten für Automobile. Das 1908 gegründete Unternehmen ist Europas führender Privatautozulieferer und beliefert weltweit etwa 80 Automobilhersteller.

Starke Marktposition im Automobilsektor

Nach Firmenangaben ist jeder dritte Neuwagen weltweit mit mindestens einem Brose-Produkt ausgestattet. Der Spezialist für die Verbindung von Mechanik, Elektrik und Elektronik erwirtschaftet für das Geschäftsjahr 2025 einen erwarteten Umsatz von 7,9 Milliarden Euro. Das Unternehmen beschäftigt rund 33.000 Mitarbeiter an 76 Standorten in 25 Ländern.

Strategische Neuausrichtung

Die E-Bike-Division war 2014 als Tochterunternehmen gegründet worden und hatte sich zum Marktführer im Premiumsegment entwickelt. Mit einem Marktanteil von etwa 10 Prozent belieferte Brose fast 30 E-Bike-Hersteller weltweit mit Mittelmotorsystemen. Besonders im Bereich hochpreisiger Mountainbikes war das Unternehmen führend.

Der Verkauf an Yamaha ermöglicht dem japanischen Konzern Zugang zum europäischen E-Bike-Markt. Für Brose bedeutet dies eine strategische Refokussierung auf ihre Stärken: Fahrzeugtüren, Sitzsysteme, Heckklappen und Antriebstechnik für konventionelle und elektrische Fahrzeuge.

Tradition trifft Innovation

Historisch bekannt für revolutionäre Fensterheberantriebe, prägte Brose die Automobilindustrie entscheidend. 1956 stellte das Unternehmen den ersten elektrischen Fensterheber vor. Heute entwickelt Brose Lösungen für die Mobilitätswende und beliefert Hersteller von E-Fahrzeugen.

Die Yamaha-Transaktion unterstreicht Broses strategische Flexibilität im Umgang mit sich wandelnden Märkten und positioniert das Unternehmen optimal für die Zukunft der Automobilindustrie.