Preisanstieg bei Holz: Nadelholzsorten treibende Kraft im ersten Quartal 2026

Entwicklung der Holzpreise: Eine aktuelle Analyse

Die Holzpreise in Deutschland zeigen im ersten Quartal 2026 außergewöhnliche Steigerungen und eine angespannte Versorgungslage. Anders als in den Vorjahren sind insbesondere Nadelhölzer wie Fichte und Kiefer von einem deutlichen Preisanstieg betroffen. Diese Preisbewegungen verursachen sowohl bei Erzeugern als auch in der verarbeitenden Industrie erhebliche Herausforderungen.

Preissteigerungen bei den wichtigsten Holzsortimenten

Laut der offiziellen Erzeugerpreisindizes des Statistischen Bundesamtes sind die Preise für Fichte um 7,8% und für Kiefer um 5,9% gestiegen. Trotz angespannter Lagerbestände profitieren Fichten- und Kiefernholz besonders stark von der gesteigerten Nachfrage. Die Waldbesitzervereinigung berichtet, dass das Leitsortiment Fichte B 2b+ zwischen 128 und 131 €/fm netto gehandelt wird, mit einem Anstieg von 5 bis 10 €/fm im Vergleich zum Vorquartal.

Preisdifferenzierungen nach Holzqualität

Die regionale FBG Amberg-Schnaittenbach hebt die Preise für verschiedene Qualitäten hervor. Zum Beispiel wird B-Holz, das eine geringere Qualität aufweist, mit spezifischen Abschlägen versehen. Im Gegensatz dazu erzielen hochwertige Holzsortimente wie Fichte bessere Preise. Währenddessen bleibt D-Holz, das häufig als Käferholz gekennzeichnet ist, mit etwa 112 €/fm vergleichsweise günstiger.

Geringere Preisentwicklung bei Laubhölzern

Interessanterweise verzeichnen Laubhölzer wie die Eiche geringere Preissteigerungen. Die Preisindizes zeigen hier sogar einen Rückgang von 2,6%. Dies mag darauf zurückzuführen sein, dass die Nachfrage verstärkt auf Nadelholz konzentriert ist, welches in der Bauindustrie und bei der Herstellung von Paletten bevorzugt Verwendung findet.

Was die Zukunft bringen könnte

Die kräftige Nachfrage nach Holz und das anhaltende Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage könnten die Preise auch weiterhin auf hohem Niveau halten. Diese Situation stellt für alle beteiligten Parteien, von den Waldbesitzern bis hin zu den verarbeitenden Betrieben, eine wichtige Herausforderung dar. Die Branche wird im laufenden Jahr möglicherweise weitere Preisanpassungen vornehmen müssen, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben.