dfl-investorendeal geplatzt: axel hellmann kritisiert kommunikationschaos
Berlin (ots) – Der umstrittene Investorendeal der Deutschen Fußball Liga (DFL) ist endgültig vom Tisch. Bei der Mitgliederversammlung der 36 Profiklubs scheiterte der Antrag an der erforderlichen Zweidrittelmehrheit. Eintracht Frankfurts Vorstandssprecher Axel Hellmann, einflussreiches DFL-Präsidiumsmitglied, sieht den Hauptgrund in mangelnder Kommunikation: „Durchhalten hat nicht funktioniert“, sagte er im ZDF-Sportstudio.
Hellmann, der selbst aus der Fan-Szene stammt und vor 25 Jahren die Fanabteilung bei Eintracht Frankfurt mitinitiierte, betonte: Der Informationsfluss zu Kontrollgremien, Mitgliederversammlungen und Fans war unzureichend. „Die Zusage, den Deal zu wollen, hielt nicht stand“, analysierte er. Fanproteste hatten den Prozess monatelang gebremst, bis die DFL ihn vor einer Woche stoppte. Im Raum steht zudem ein möglicher Verstoß gegen die 50+1-Regel durch Hannover 96s Geschäftsführer Martin Kind.
kommunikation auf klubebene neu gestalten
Trotz des Rückschlags plädiert Hellmann für Lernprozesse: „Wir müssen die Kommunikation auf Klubebene anders gestalten.“ Die DFL hatte einen Finanzinvestor für rund eine Milliarde Euro an TV-Erlösen gewinnen wollen – ein Milliardenpaket, das nun neu verhandelt werden muss.
wirtschaftliche stärke bei eintracht frankfurt
Bei Eintracht Frankfurt bleibt Hellmann optimistisch. In einer kürzlichen Pressekonferenz erläuterte er wirtschaftliche Stärke: Die Partnerschaft mit Indeed wurde bis 2029 verlängert, Hospitality-Lücken sind minimal (nur 2 Prozent Kündigungsquote). Auch neue Maßnahmen gegen Blockschmuggel in der Nordwestkurve wurden angekündigt, um Haftungsrisiken zu minimieren. „Den Kompass wieder einstellen“, fasste Hellmann die Saisonvorbereitung zusammen.
fans stärken – ein mögliches wegbereitendes signal
Die Bundesliga-Vereine signalisieren damit: Kein Schnellschuss, Fan-Stimmen zählen. Hellmanns Worte könnten den Weg für einen überarbeiteten Deal ebnen – mit besserer Fan-Beteiligung.
