Evonik setzt auf grüne Wasserstofftechnologien in Herne

evonik setzt auf innovative Technologien in Herne

Am Standort Herne setzt die Evonik Industries AG verstärkt auf nachhaltige Technologien, um ihre Produktionsprozesse umweltfreundlicher zu gestalten. Ein zentrales Element dieser Strategie ist der Einsatz von grünem Wasserstoff. In Zusammenarbeit mit Siemens Energy untersucht Evonik die Möglichkeiten der PEM-Elektrolyse-Technologie, um Wasserstoff aus erneuerbaren Energien zu gewinnen. Dieses ehrgeizige Projekt namens „H₂annibal“ wird in einem Pilot-Elektrolyseur umgesetzt und von der Bundesregierung mit 9,3 Millionen Euro gefördert. Ziel ist es, bis 2025 die Praxistauglichkeit dieses Verfahrens unter industriellen Bedingungen zu evaluieren.

mehr als nur ein Pilotprojekt: Der elektrolyseur

Ein zentraler Bestandteil des Herner Projekts ist der Pilot-Elektrolyseur, der grünen Wasserstoff erzeugen soll. Der produzierte Wasserstoff wird ein entscheidender Rohstoff für die Herstellung von Isophorondiamin (IPDA) sein, der in der Produktion von Rotorblättern für Windkraftanlagen verwendet wird. Diese Innovation unterstreicht das Potenzial, das Evonik in der Industriebeleuchtung sieht, indem es nicht nur zur Dekarbonisierung beiträgt, sondern auch neue Möglichkeiten in der chemischen Fertigung eröffnet.

die hochtemperatur-wärmepumpe in herne

Ein weiteres Vorzeigeprojekt von Evonik in Herne ist die Hochtemperatur-Wärmepumpe, die kürzlich in Kooperation mit Uniper installiert wurde. Diese Technologie nutzt industriell erzeugte Abwärme, um sie in das lokale Fernwärmenetz einzuspeisen. Auf diese Weise können bis zu 1.000 Haushalte mit umweltfreundlicher Fernwärme versorgt werden, indem bisher ungenutzte Abluft genutzt wird. Zuvor wurde die Abwärme über Kühltürme abgeführt, doch nun fließt ein Großteil dieser Energie in das regionale Netz zurück.

nachhaltige energienutzung als zukunftsmodell

Die Projekte in Herne sind Teil einer umfassenderen Strategie von Evonik, die darauf abzielt, sowohl die eigenen Emissionen zu reduzieren als auch die Energieeffizienz zu steigern. Der Einsatz von grüner Energie und Recyclingprozessen könnte als Modell für ähnliche Industrieinitiativen dienen und Evonik dabei unterstützen, bis 2030 die Scope-1- und Scope-2-Emissionen signifikant zu senken. Die Projekt H₂annibal und die Wärmepumpenlösung zeigen auf, wie durch strategische Investitionen in neue Technologien eine ganzheitliche Dekarbonisierung erreicht werden kann.

innovationen machen herne zur spitze der grünen chemie

Evonik hat sich mit ehrgeizigen Projekten am Standort Herne als Vorreiter in der nachhaltigen Chemieproduktion positioniert. Durch die gezielte Nutzung von grünem Wasserstoff und industrieller Abwärme zeigt das Unternehmen, wie chemische Industrie und Umweltbewusstsein erfolgreich vereint werden können. Mit diesen Pionierprojekten setzt sich Herne an die Spitze der grünen Transformation in der Chemieindustrie und entwickelt Modelle, die international als Vorbild dienen könnten.