Jens Bischof verlässt Eurowings als CEO zum Jahresende 2025

Jens Bischof scheidet als CEO der Eurowings aus

Ende 2025 wird Jens Bischof seinen Posten als CEO der Lufthansa-Tochter Eurowings verlassen. Der erfahrene Luftfahrtmanager tritt zu seinem 60. Geburtstag zurück und übergibt das Unternehmen in einer Phase bemerkenswerten Wachstums. Diese Entscheidung kommt nach fast sechs Jahren erfolgreicher Unternehmensführung, in der Bischof die Airline zum Gewinnbringer machte.

Erfolgreiche Transformation durch strategische Maßnahmen

Bereits bei seinem Einstieg als CEO im März 2020 stand Jens Bischof vor erheblichen Herausforderungen. Die Corona-Pandemie zwang die Fluggesellschaft, einen Großteil ihrer Flotte am Boden zu lassen. Bischof begegnete dieser Situation mit einer strategischen „Redimensionierung“: Er verkleinerte das Angebot, konzentrierte sich auf europäische Heimatflughäfen und erweiterte das Streckennetz um Ziele wie Dubai und Saudi-Arabien.

Der Erfolg dieser Maßnahmen spiegelte sich deutlich im Geschäftsergebnis wider. In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 beförderte Eurowings mehr als 18 Millionen Passagiere und erzielte ein positives Betriebsergebnis von 61 Millionen Euro im Point-to-Point-Segment, einschließlich der SunExpress-Beteiligung. Zudem verbesserte sich die Kundenzufriedenheit signifikant.

Jens Bischofs Karriereweg und zukünftige Pläne

Jens Bischof startete seine Karriere 1990 bei Lufthansa Cargo, nachdem er ein BWL-Studium in Rendsburg absolviert und einen Master an der McGill-Universität in Montreal erlangt hatte. Im Jahr 2017 übernahm er die Rolle des CEO bei SunExpress und wechselte 2020 zu Eurowings. Zusätzlich zu seiner Tätigkeit als Eurowings-CEO ist Bischof seit Juli 2024 Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL).

Der in Frankfurt geborene Manager freut sich nun auf seine bevorstehende Pensionierung, in der er sich verstärkt auf persönliche Interessen wie Ski- und Motorradfahren sowie Investments in Start-ups konzentrieren möchte. Er zeigte sich optimistisch, dass ihm dennoch keine Langeweile aufkommen werde.

Eurowings‘ Zukunft nach Bischof

Mit Jens Bischofs Rücktritt steht die Frage nach seinem Nachfolger im Raum. Ein potenzieller Kandidat könnte Max Kownatzki von SunExpress sein. Unabhängig von der Nachfolgeregelung hinterlässt Bischof Eurowings in einer gefestigten Position, die strategisch zwischen Ryanair und Lufthansa angesiedelt ist: mit mehr Service für den Passagier als bei kostengünstigen Wettbewerbern.

Die Zukunft von Eurowings scheint gesichert, dank der soliden Basis, die unter Jens Bischofs Führung gelegt wurde. Der Abschied des CEOs markiert nicht das Ende, sondern vielmehr den Beginn eines neuen Kapitels in der Erfolgsgeschichte der Airline.