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Michael Hüther rechnet mit Maßnahmen der Bundesregierung ab
Berlin (dpa) – Zwölf Monate nach der Verabschiedung des 500-Milliarden-Euro-Sondervermögens Infrastruktur zieht IW-Direktor Michael Hüther eine ernüchternde Bilanz. In einem LinkedIn-Post enthüllt der Top-Ökonom: 86 Prozent der Mittel flossen nicht in neue Investitionen, sondern in reguläre Haushaltsausgaben. „Selbst laufende Betriebskosten wie in Krankenhäusern wurden als ‚Transformation‘ deklariert“, kritisiert Hüther.
Irreführende Finanzpraktiken als Herausforderung
Das zentrale Versprechen der Zusätzlichkeit – echte Mehrausgaben für Brücken, Schienen und Digitalisierung – wurde gebrochen. Laut IW-Auswertungen und ifo-Institut um Clemens Fuest: 12 Milliarden Euro waren nur umetikettierte Regelausgaben. „Es zählt der Plan, nicht die Umsetzung“, warnt Hüther. Die Bundesregierung habe aus Vorjahren lernen können, doch realistische Budgets fehlten.
Ausblick auf kommende Investitionen
Trotz Verzögerungen seit Herbst 2025 sieht der Ökonom Hoffnung: Für 2026 plant der Bund 120 Milliarden Euro Investitionen – eine Steigerung, die das Versprechen einlösen könnte. „Jetzt gilt es“, fordert er und mahnt eine Debatte über Schuldenbremse-Reform. Ohne echte Impulse droht Stagnation, wie Hüther bereits nach einem Jahr Schwarz-Rot-Regierung diagnostizierte.
Michael Hüther im Diskurs um globale Wirtschaft
Hüthers Stimme gewinnt an Gewicht: Der IW-Chef plädiert in Handelsblatt und Podcast für moderne Ordnungspolitik, kritisiert Chinas Subventionen und Yuan-Manipulation. „Deutschland muss Investitionen steigern, wie den Bürgern versprochen“, betont er. Ifo-Forscher bestätigen: Über 40 Prozent chinesischer BIP-Anteils durch Überinvestitionen – ein Warnsignal für Europa.
Hoffnung auf ein wirtschaftliches Umdenken
Wirtschaftsexperten fordern nun Transparenz. Finanzminister Lindner versprach Kontrollen, doch Umsetzung hinkt. Hüther: „Eine vertiefte Reform-Debatte fehlt.“ Bis 2026 entscheidet sich, ob das Sondervermögen Mythos oder Motor wird.
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